Triangle Review

Geschrieben von Marcus am Montag, 29. April 2013

Die junge Mutter Jess (Melissa George) wohnt zusammen mit ihrem Sohn in einem kleinen Haus. Tommy (Joshua McIvor) ist Autist, was das Alltagsleben von beiden extrem stressig gestaltet. Als Jess von ihrem guten Freund Greg zu einem Segeltörn eingeladen wird, nimmt sie an, um somit ihren Alltag zu entkommen und ein wenig zu entspannen. Weitere Passagiere auf der Yacht Triangle sind das Ehepaar Downey (Henry Nixon) und Sally (Rachael Carpani), Heather (Emma Lung), eine Freundin von Sally sowie Victor (Liam Hemsworth), ein Freund von Greg.

Der gemütliche Segeltörn wird jedoch durch plötzlich auftretende Windstille unterbrochen. Kurz darauf ziehen dicke, schwarze Wolken am Himmel auf und ein starkes Unwetter bricht aus.  Durch die enormen Wellen kentert das Schiff und Heather wird auf das offene Meer gespült. Der Rest der Gruppe überlebt. Nachdem das Unwetter vorbeigezogen ist, taucht aufeinmal ein großes Kreuzfahrtschiff auf. Als sie das Schiff betreten, ist sich Jess sicher, schoneinmal an Board gewesen zu sein.  Das Kreuzfahrtschiff scheint verlassen zu sein, jedoch sind sie nicht allein an Bord.

Der Film wirkt von Anfang an sehr mysteriös. Bis ungefähr zur Hälfte des Films wird man komplett im Dunkeln gelassen, was überhaupt passiert und wie alles zusammen gehört. Bis zur dieser Stelle scheinen einige Dinge unsinnig und unlogisch zu wirken. Die Story ist nicht wie in den meisten Filmen linear, sondern überrascht einen immer wieder und schlägt einen Weg ein, den man nicht unbedingt vorhersieht. Das und der Einschlag den alles auf Jess hat verbindet sich zu einem wirklich mitreißenden Film, der auf trügerische Weise am Anfang lahm wirkt, jedoch dann beängstigend wird sobald sich der Kontext komplett zusammenfügt. Hierbei könnte man noch weiter ins Detail gehen, dass würde jedoch extrem viel von der Storyline verraten.Visuell kann der Film auch überzeugen. Die Kameraführung trägt hierbei stark zum Flair hinzu. Die langen Gänge des Schiffes, die einem wie ein Labyrinth vorkommen, werden durch die langen Kamerafahrten sowie vielen Abzweigungen unterstrichen und hervorgehoben.  Die wenigen Computereffekte sind durchaus gelungen, auch wenn sie natürlich nicht mit einer Hollywood-Kinoproduktion mithalten können. Die Musik beginnt sehr mysterious und wird im ganzen Film beibehalten. Dies trägt stark zu der mysteriösen und unklaren Atmosphäre bei.

Besonders hervorzuheben ist die Hauptdarstellerin Melissa George, die einer überraschend starke Performance hinlegt.

“Triangle” ist ein gut durchgedachter Film. Die Spannung lässt zu keiner Minute ab und man fragt sich die ganze Zeit, was wohl als nächstes kommen wird. Dies hebt “Triangle” von den Standard Horror Filmen ab. Es wird nicht auf extreme viel Blut oder Schreckmomente gesetzt, sondern auf ein gut durchdachte und komplexe Geschichte. Somit eigenet sich “Triangle” nicht nur für Horrorfans und lässt sich überraschenderweise sehr angenehm angucken.

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