Ip Man Review

Geschrieben von Marcus am Montag, 29. April 2013

Denkt man an Kung Fu, haben die meisten  wohl Bruce Lee oder Jacki Chan vor Augen. Den wenigsten wird wohl geläufig sein, dass viele Varianten des Wing Chun (im Westen wohl eher bekannt als Kung Fu) auf den Lehren des Kampfkünstlers Ip Man zurückgehen. Außerdem war unter seinen vielen  Schülern eine der wohl bekanntesten Kampfsportlegenden: Bruce Lee.


Der Film “Ip Man” dreht sich um das Leben des Großmeisters Ip Man. Der Schwerpunkt des Films liegt auf Ereignissen  in seinem Leben vor und während des zweiten Japanisch-Chinesichen Krieges.


Der reiche Großmeister Ip Man(Donnie Yen) lebt mit seiner Frau Wing Cheng(Lynn Hung) und seinem Sohn Ip Chun in der Stadt Forshan. Ip Man selbst genießt aufgrund seiner Kampkünste  großes Ansehen in der Stadt, versucht jedoch zu großes Aufsehen um seine Person zu vermeiden. Als Ende der 30er Jahre die japanische Armee in China einfällt, wird Ip Man und seine Familie aus ihrem Haus vertrieben (was vortan als japanisches Hauptquatier benutzt wird). Um seine Familie zu ernähren, ist Ip Man dazu gezwungen in Arbeitslagern zu arbeiten. Nach einiger Zeit fangen die Japaner an, Turniere zu veranstalten, in denen Chinesen für einen Sack Reis gegen Japanische Soldaten kämpfen. Ein Grund für diese Turniere ist, dass die Japaner ihre Kampfkunst für überlegen halten. Als der japanische General von Ip Mans Kampfkünsten erfährt, ergreift Ip Man die Gelegenheit und steht für seine Landsleute ein.


“Ip Man” ist einer der Actionfilme, denen das Spagat zwischen Action und Story gelingt. Auf der einen Seite, wird eine wirklich gute Handlung erzählt, die einen größtenteils mitreißt. Auf der anderen Seite gibt es sehr viele, ziemlich beieindruckend choreografierte und knallharte Actionszenen. Und dabei kommt der Film fast komplett ohne Blut aus. Ja, es gibt ein wenig Blut, aber verglichen mit anderen Filmen dieses Genres sieht man wirklich nur wenig Blut. Musikalisch wird der Film von traditioneller, chinesicher Musik untermauert, welche unheimlich zum Flair und zur Atmosphäre passt. Wobei noch zu erwähnen ist, das der Film zwar auf dem Leben Ip Mans basiert, aber natürlich kommplett mit seinem Leben übereinstimmt. Die Seite film4 beschreibt, das Ip Man zum Beispiel nie von seinen bürglichen Wohlstand in die Zwangsarbeit als Lastenträger in einem Steinkohlewerk gezwungen worden ist.


Was hebt diesen Film also von den anderen Martial-Arts Filmen ab? Der Regisseur Wilson Yip hat einen Film geschaffen, der über den durchschnittlichen Martial Arts Film liegt, da er einen greifbaren Touch von Drama eingefügt hat, der eine gewisse Art des Realismusses hervorruft wenn Ip Man nicht kämpft. Desweiteren hat er Drama perfekt und vor allem effektvoll mit den Actionsequenzen kombiniert, ohne dabei  jedoch Handlung sowie die Charakterentwicklung zu vernachlässigen.


“Ip Man” ist ein sehr gelungener Film. Und dies gilt nicht nur für Action oder Martial-Arts Fans, welche um diesen Film nicht herum kommen werden. Auch für Genre-Fremde könnte der Film  aufgrund der soliden Story und guten Inszenierung  einen Blick wert sein.

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